
Kosteneinsparung bei Leasingrückgabe
Leasingrückgaben können schnell zur Kostenfalle werden. Mit der richtigen Strategie und Vorbereitung lassen sich Einsparpotenziale von 500 bis 1.000,- € pro Fahrzeug generieren.
Kennen Sie die Bewertungsstandards Ihrer Leasinggeber?
In der Regel verfügt jede Leasinggesellschaft über einen eigenen Schadenkatalog mit klar festgelegten Richtlinien zur Beurteilung von Leasingrückläufern. Dabei wird gemäß dem Alter und der Laufleistung eines Fahrzeugs nach „akzeptierten Gebrauchsspuren“ und „nicht akzeptierten Minderwerten“ unterschieden. Das schafft Transparenz und ermöglicht Präventivmaßnahmen, damit die Rückgabe reibungslos verläuft und keine unerwarteten Kosten entstehen. Die Kataloge sind entweder online auf der Homepage der jeweiligen Leasinggesellschaften abrufbar oder können über den Fahrzeuglieferanten erfragt werden. Sollte es keinen Schadenkatalog geben, empfiehlt sich die Vereinbarung transparenter Bewertungsstandards, bspw. die VMF Fahrzeugbewertung – Verband markenunabhängiger Mobilitäts- und Fuhrparkmanagementgesellschaften.
Kennen Ihre Nutzer die Bewertungsstandards Ihrer Leasinggeber?
Wenn es um die Definition „akzeptierter Gebrauchsspuren“ geht, ist das für den Laien oft ein dehnbarer Begriff. Daher ist es vor allem auf Seiten der Nutzer wichtig, Transparenz und Klarheit zu schaffen. Alleine die Sensibilisierung dieses Themas, bspw. durch Aushändigen eines Schadenkatalogs oder Durchführung eines Workshops, führt oftmals schon zu einem anderen, besseren Umgang mit dem Dienstwagen und Rückgang der Rückgabeschäden.
Leasing-Vorab-Check und Smart-Repair durchführen
Abhängig davon, ob die Leasingrückgabe durch Mitarbeiter im Autohaus oder einen Kfz-Sachverständigen erfolgt, sollten Sie 4–6 Wochen vor dem Leasingende einen Leasing-Vorab-Check vereinbaren oder ein Minderwertgutachten, bspw. über DEKRA, TÜV, GTÜ, in Auftrag geben. Dadurch vermeiden Sie unerwartete Kosten, erhalten entsprechende Lösungsvorschläge zur Reparatur, bspw. über Smart-Repair – eine kosteneffiziente Alternative zu klassischen Reparaturmethoden – und können eventuelle Schäden noch vor der eigentlichen Leasingrückgabe beheben lassen. Achten Sie zudem darauf, dass die Vorab-Begutachtung nach dem Schadenkatalog der jeweiligen Leasinggesellschaft erfolgt und wenden Sie nur dann Smart-Repair an, wenn diese erlaubt und fachgerecht ausgeführt werden kann.
Checkliste zur Fahrzeugrückgabe
Fehlende Gegenstände und Fahrzeugkomponenten wie bspw. Gepäckraumabdeckungen und Zweitschlüssel führen regelmäßig zu hohen Nachzahlungen. Dazu gehört auch das Original-Zubehör, sofern es Bestandteil des Leasingvertrags war. Führen Sie daher Checklisten zur Fahrzeugrückgabe ein und bereiten Sie Ihre Nutzer darauf vor. Ein entsprechendes Muster-Dokument finden Sie hier
Rechtssichere Haftungsregelungen mit Nutzern vereinbaren
Die Schadenersatzpflicht bei Dienstwagenschäden ist ein komplexes rechtliches Thema und von vielen Faktoren wie bspw. Verschuldungsgrad und Nutzung abhängig. Wird ein Dienstwagen ausschließlich geschäftlich genutzt, können Mitarbeiterhaftungen nur bei vorsätzlichen Schäden oder grob fahrlässigen Schäden geltend gemacht werden. Schäden, die im Zuge einer privaten Nutzung entstehen, können theoretisch immer geltend gemacht werden, allerdings muss dazu der Gefahren- und Verantwortungsbereich sowie die Haftungsübernahme des Nutzers klar geregelt sein und es gilt zudem die Beweislastumkehr, was die Durchsetzung in der Praxis oft schwierig gestaltet. Trotz allem können rechtssichere Haftungsregeln in die Car Policy integriert und auch durchgesetzt werden, allerdings sollten Sie sich hierfür an einen spezialisierten Fachanwalt wenden.
Mitarbeiter-Incentives für schadenfreie Nutzung vereinbaren
Präventive Anreizsysteme können Schäden reduzieren. Bewährt haben sich Bonus-Systeme, die unfallfreies Fahren und die schadenfreie Nutzung eines Dienstwagens honorieren.
Digitale Fahrzeugakte für lückenlose Dokumentation nutzen
Eine moderne Fuhrparkmanagement-Software, wie unser fhg Fleet Manager, bietet Ihnen eine digitale Fahrzeugakte und ermöglicht so eine transparente und lückenlose Dokumentation aller Wartungen, Reparaturen und Schäden, schützt vor unerwarteten Kosten, unterstützt Sie in Ihrem Schadenmanagement, dient als Basis für eine Schaden-Meldepflicht (Stichwort Haftungsregelungen), überwacht die tatsächlichen Kilometerstände im Verhältnis zur vertraglich vereinbarten Kilometerlaufleistung und erinnert Sie automatisch und rechtzeitig an das Leasingende.
Unabhängig davon, ob Sie sich für die fhg als externer Flottendienstleister in Teil- oder Fremdverwaltung entscheiden oder den fhg Fleet Manager als Fuhrparkmanagement-Software in Eigenverwaltung nutzen: Mit unseren Managementlösungen unterstützen wir Sie gezielt in den Bereichen Fahrzeug-, Fahrer-, Vertrags-, Beleg-, Dokumenten- und Kostenmanagement. Unser automatisiertes Aufgaben- und Terminmanagement steuert sämtliche Prozesse und Workflows digital und transparent und unser integriertes Ticket-System gewährleistet eine einfache und schnelle Kommunikation zwischen Fahrer und Fuhrparkmanager.
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